Zungenbändchen Piercing

Magst du es lieber schlicht und unauffällig? Dann ist ein Zungenbandpiercing genau das Richtige für dich! Wenn du nicht möchtest, dass jemand das Piercing sieht, dann wird es auch niemand entdecken. Wie es gestochen wird, was du bei der Pflege beachten solltest und was ein Zungenbandpiercing genau ist, erfährst du hier?

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Das Zungenbandpiercing

Falls du dir unter dem Zungenband nichts vorstellen kannst, ist das kein Problem. Man sieht es eher selten, wenn man es nicht darauf anlegt und bekommt ansonsten auch nicht viel davon mit. Das Zungenband verbindet den unter der Zunge liegenden Mundraum und die Zunge selbst miteinander. Es ist relativ schwierig es zu erfühlen, aber wenn du dich vor den Spiegel stellt und die Zunge anhebst, kannst du das feine Stückchen Haut deutlich sehen. Genau hier durchsticht die Nadel die Haut. Dieses Piercing ist nicht nur deshalb beliebt, weil es so unauffällig ist, sondern auch, weil das Stechen kaum Schmerzen verursacht und die Heilung in der Regel ausgesprochen unkompliziert verläuft. Im Grunde ist das Zungenbandpiercing eine kleine Spielerei für alle Piercingliebhaber.

Bild: Zungenbändchen Piercing-Schmuck

Das Stechen

Bevor du dir das Piercing stechen lassen kannst, muss zunächst geklärt werden, ob dein Zungenband ausgeprägt genug ist. Es kann vorkommen, dass diese feine Hautschicht unbemerkt reißt und ein wenig kürzer ist, als bei anderen Menschen. Ist aber genug Raum für ein Piercing vorhanden, kann es mit den Vorbereitungen losgehen. Zu Beginn wird erst einmal der zu piercende Bereich desinfiziert. Dafür musst du vorab deinen Mund mithilfe einer speziellen Mundspülung ausspülen. Anschließen zieht der Piercer oder die Piercerin deine Zunge nach oben und Sticht die Kanüle durch das Zungenband. Selten wird zum Fixieren der Haut eine Zange benutzt, da der Bereich, mit dem gearbeitet wird, relativ klein ist. Zum Schluss wird noch der Erstschmuck eingesetzt und schon ist alles vorbei. Meist wird als Schmuck ein Curved Barbell eingesetzt, damit das Schmuckstück gerade zu Beginn nicht stört. Manch einer setzt später einen Ring ein, doch das kann jeder selbst entscheiden.

Risiken

Bei dem Zungenbandpiercing handelt es sich in aller Regel um ein eher risikoarmes Piercing, doch ganz ohne Risiko geht es auch hier nicht. Es kann vorkommen, dass das Piercing nicht an der richtigen Stelle platziert und so die Speicheldrüsen verletzt werden können. Es kommt außerdem häufig vor, dass der Piercingschmuck verschluckt wird, da sich das Piercing durch Essen und Sprechen in ständiger Bewegung befindet und sich so die Kugeln lösen können. Sollte der Piercingschmuck, der getragen wird, zu groß sein, können zusätzlich sowohl der Zahnschmelz als auch die Zähne in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Heilung verläuft trotzdem in der Regel sehr gut und unkompliziert.

Pflege

Um ein Piercing im Mundraum richtig pflegen zu können, solltest du eine spezielle Mundspülung verwenden und auf gar keinen Fall Desinfektionsmittel, was ausschließlich für die äußere Anwendung gedacht ist. Es könnte die empfindliche Schleimhaut und den pH-Wert aus der Balance bringen und ist ganz allgemein schlichtweg nicht für diesen Zweck geeignet. Wie bei allen Piercings, die sich im Mund selbst, oder um diesen herum befinden, solltest du am besten auf das Rauchen verzichten, sofern du Raucher sein solltest. Auch wildes Küssen ist in der Heilungsphase keine gute Idee, da der Speichel deines Gegenübers viele Bakterien enthält, die für eine Entzündung des Piercings sorgen können. Auch zu scharfe Speisen oder Frischmilchprodukte sind die erste Zeit nach dem Stechen tabu. Nach circa zwei bis vier Wochen dürftest du die Heilungsphase aber überstanden haben. Sollte sich das Piercing, beziehungsweise der Stichkanal, zu diesem Zeitpunkt immer noch empfindlich anfühlen, oder gar entzündet sein, solltest du schnellstmöglich das entsprechende Piercingstudio aufsuchen, in dem dein Zungenbandpiercing gestochen wurde. Das Personal kann dir daraufhin weitere Schritte empfehlen und so Abhilfe schaffen. Sollte auch dieser Schritt nicht helfen, ist der nächste Gang der in Richtung Arzt.

Wenn es so einfach ist, warum nicht selber stechen?

Eigentlich ist die Antwort auf diese Frage allseits bekannt: auf gar keinen Fall! Wenn du keine Erfahrungen mit dem Piercen hast und auch sonst mit der Materie nichts zutun hast, dann ist eigenhändiges Piercen eine wenig kluge Idee. Nicht nur, dass das Infektionsrisiko rasant ansteigt, nein. Es könnte zudem sein, dass du Areale, Nerven und Venen triffst, von denen du nicht weißt, wo sie liegen und wie wichtig sie sind. Sich selbst zu Piercen ist am ganzen Körper keine gute Idee, doch im Gesicht noch viel weniger. Nicht nur beim Zungenbandpiercing, sondern bei allen anderen Varianten des Gesichtsschmucks können selbst bei schlichtweg unvorsichtigen Piercern Spätfolgen wie Gesichtslähmungen oder Empfindungsstörungen auftreten. Also an dieser Stelle noch einmal der Rat - lass die Finger vom selber Piercen. Wenn man nicht weiß, was man tut, geht man zum Profi. Erst recht, wenn es um die eigene Gesundheit geht.

Lippenbändchen oder Zungenbändchen?

Wem das Zungenbandpiercing doch eine Spur zu unauffällig ist, aber trotzdem die Kontrolle darüber haben möchte, ob man das Piercing sieht oder nicht, der kann über ein Lippenbandpiercing, beziehungsweise ein Smiley Piercing nachdenken. Dieses Piercing ist quasi der Gegenspieler zum Gaumenzäpfchen Piercing im Mundraum. Es wird durch das Lippenband gestochen, das du mit deiner Zunge ertasten kannst, wenn du unter deiner Oberlippe entlang fährst. Hier kannst du dich nämlich entscheiden, ob du einen Curved Barbell oder einen Ring trägst und so kontrollieren, wie viel man vom Piercing sieht oder eben auch nicht. Ein klassischer Ball-Closure-Ring, in diesem Fall speziell für das Smiley Piercing, sieht man vor allem dann, wenn du lächelst. Einen Curved Barbell hingehen, sieht man bei den meisten Menschen auch bei beherztem Lachen nicht.

Zungenband Piercing - ja oder nein?

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Zungenbandpiercing für Anfänger relativ gut geeignet ist. Man kann sich dadurch langsam an die Thematik des Piercens herantasten und für sich selbst entdecken, ob der Prozess des Stechens, die Abheilung und das spätere Tragen einem Zusagt. Natürlich lässt sich dadurch nicht allgemein ein Rückschluss darauf ziehen, ob man am gesamten restlichen Körper Piercingschmuck tragen kann oder möchte - dennoch ist es eine subtile Art, sich damit vertraut zu machen. Auch Menschen, die bereits viele Piercings tragen, lassen sich diese Art von Piercing gerne stechen. Manchmal geht der Kult des Piercens schon in eine Art Sammelleidenschaft über, die erst sehr spät ein Ende findet. Hierfür sind solche Piercings, wie das Zungenbandpiercing, ausgesprochen beliebt. Am Ende muss sich jeder die Frage stellen, ob man sich eher stark auffällig oder nur für sich selbst und subtil schmücken möchte. In jedem Fall sind dir mit so einem spannenden Körperschmuck interessierte Nachfragen sicher.