Zungenpiercing

EUR
EUR




Items 1 - 3 of 3


Items 1 - 3 of 3

Das Zungenpiercing ist mit eines der beliebtesten Piercings. Verständlich, ist es doch geheimnisvoll und frech zugleich, immer präsent und doch gut versteckt. Was du über dieses Piercing wissen solltest und was für Variationen dahinter stecken, kannst du hier nachlesen.

Der passende Schmuck für das Zungenpiercing

Als Schmuck für das klassische Zungenpiercing wird ein Straight Barbell verwendet, wie er auch hier bei uns im Shop zu finden ist. Was den Piercingschmuck für die Zunge betrifft, gibt es zahlreiche Kugelvarianten. Aus Titan, aus Acryl, aus Gold, mit Glitzer, ohne Glitzer, als Kugel, in Blümchenform, als Würfel, Perlen, in Sternform, mit eingelassener kleiner Rosenblüte, mit Ring, einfarbig, 2-farbig, mehrfarbig etc. Zudem gibt es auch noch Besonderheiten wie Glow-in-the-Dark-Kugeln, die vor allem in der Dunkelheit zur Geltung kommen. Den Erstschmuck erhält man vom Piercer, der ihn natürlich gleich nach dem Stechen einsetzt. Nach der Abheilung hast du eine sehr große Auswahl in unserem Shop und kannst dir zu jeder Lebenslage passend einen Aufsatz aussuchen. Natürlich gibt es auch beim Kauf dieses Piercingschmucks einiges zu beachten. So gibt es hier Unterschiede in Material, Stablänge und Durchmesser. MIt Blick auf das Material ist erstmal alles möglich, was dir gefallen könnte. Ob Titan, Kunststoff, Gold oder Chirurgenstahl - alles ist möglich. PTFE-Kugeln haben den Vorteil schonender für die Zähne zu sein und auch, wenn du mal versehentlich auf die Kugel beißen solltest, ist das weniger schädlich, als ein beherzter Biss auf eine Metallkugel.

Bild: Venom Piercing

Was die Stablänge betrifft, so kommt es hier nicht auf Vorlieben, sondern auf den Durchmesser der Zunge an. Welche Länge der Stab des Straight Barbells haben sollte, werden dir professionelle Piercer*innen bereits vor dem Stechen genau erklären. Die Standard-Stablänge bei einem abgeheilten Zungenpiercing liegen häufig zwischen 16 und 18 mm. Wichtig ist auch der Durchmesser der Kugel für dein Zungenpiercing. Hier liegt die Standardgröße bei 3 mm bis 4 mm. Welche Größe gewählt wird, hängt hier schlicht davon ab, was sich für dich besser anfühlt. So gibt es auch Aufsätze, die deutlich größer sind, als die Standardgrößen. Diese können natürlich auch verwendet werden, doch sind sie mehr für seltenes Tragen wie beispielsweise für Partys gedacht. Grund dafür ist schlichtweg die Größe, die sich im Alltag oft als hinderlich erweist und von vielen als unangenehm empfunden wird.

Bild: Venom bites piercing mit ausgestreckter Zunge.

Trends in puncto Schmuck

Ein relativ neuer Trend im Bereich des Zungenpiercing-Schmucks ist das vibrierende Zungenpiercing. Dabei handelt es sich um eine kleine Vibro-Kapsel, die anstelle der normalen Kugel auf den Piercingstab geschraubt wird. Wozu ein vibrierendes Zungenpiercing gut ist, kann jeder selbst für sich herausfinden. Ein weiterer Trend liegt darin, sich nicht nur ein sondern gleich mehrere Zungenpiercings stechen zu lassen. Vorbei sind die Tage, in denen ein Zungenpiercing ein einsames Dasein führen musste. Sie werden meist hintereinander, in seltenen Fällen auch nebeneinander gestochen. Nicht bei jedem ist solch eine Variante des Zungenpiercings möglich. Das zu beurteilen, obliegt dabei den jeweiligen Piercer*innen. Zwei nebeneinander liegende Zungenpiercings werden auch Venom Bites genannt und sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Um die Optik dieses Piercings nachzuahmen, existiert mittlerweile auch das sogenannte Scoop Piercing, das aber anstelle aus zwei Stäben lediglich aus einem besteht. Dabei handelt es sich um ein Surface Piercing, das zwei Austrittsstellen an der Oberfläche der Zunge hat. Die Zunge wird hierbei also vertikal und nicht horizontal durchstochen.

Kosten, Schmerzen, Risiken - ein Überblick

Die Preise für das Stechen eines Zungenpiercings variieren von Piercingstudio zu Piercingstudio sowie von Region zu Region. Im Schnitt ist mit Kosten von 45 bis 80 Euro zu rechnen, wobei der Preis das Stechen sowie in der Regel 2 Piercings (Ersteinsatz und Dauereinsatz) beinhaltet.

Vor dem Stechen sollte auf jeden Fall ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Piercer oder der Piercerin deiner Wahl erfolgen. Hierbei solltest du über etwaige Risiken, den Stechvorgang sowie die genaue Nachsorge und Pflege aufgeklärt werden. Im Anschluss daran wird deine Zunge genau begutachtet, um festzustellen, ob ein Zungenpiercing möglich ist und wenn ja, wo es sitzen wird. Dazu wird die Zunge mit einer Piercingklemme festhalten und von oben und unten untersucht. Daraufhin wird die Einstichstelle auf der Oberseite der Zunge angezeichnet und nach deiner Zustimmung die Nadel angesetzt. Das eigentliche Stechen des Zungenpiercings geht sehr schnell. Die Zunge wird dabei an der zuvor markierten Stelle fixiert und etwas herausgezogen. Nach dem Stich wird auch schon der Erstschmuck eingesetzt und schon ist das Gröbste überstanden.

Und was ist mit der Frage aller Fragen nach den Schmerzen? Ja, das Stechen tut weh. Schmerz ist aber eine individuelle Empfindung, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Was dem einen Schmerzen bereitet, kommt dem nächsten harmlos vor. Zum anderen wird oft berichtet, dass das Fixieren der Zunge mit der Klemme unangenehmer oder schmerzhafter ist, als das Stechen selbst. Ob nun Nadel oder Klemme, der Schmerz während des Stechens ist schnell vorbei und auch während der Abheilphase hält sich der Schmerz üblicherweise in Grenzen. Infektionen und Zahnschäden sind die größten Risiken bei einem Zungenpiercing. Sie können aufgrund mangelnder Hygiene während des Stechens, aber auch durch weniger gewissenhafte Nachsorge entstehen. Mögliche Zahnschäden entstehen durch versehentliches Beißen auf die Kugel oder durch das Spielen mit dem Piercing. Beim unbeabsichtigten Biss auf die Piercingkugel sowie beim spielerischen Einklemmen des Piercings zwischen den Schneidezähnen, können Teile des Zahns abbrechen. Das Rollen der Piercingkugeln über die Zähne - weil es so schön klackert - schädigt den Zahnschmelz erheblich und sollte definitiv unterlassen werden.

Die Heilung

Das Zungenpiercing ist eines der am schnellsten heilenden Piercings. Die Abheilphase des Zungenpiercings beträgt rund 10 - 15 Tage. Nach dem Stechen des Zungenpiercings schwillt die Zungen deutlich an. Das ist zwar lästig, aber völlig normal. Abhilfe oder zumindest Linderung schafft hier das Lutschen von Eiswürfeln. Positiv wirkt sich auch das Lutschen von Eiswürfeln aus Kamillentee oder Salbeitee aus. Beides schmeckt, beruhigt die Zunge und Salbei wirkt zudem noch antibakteriell. Auch wenn sich ein kühlender Effekt einstellt, musst du mit den Eiswürfeln sehr vorsichtig sein, da auch extreme Kälte die Wunde irritieren könnte. Wenn also Eis, dann bitte nur kurzzeitig. Was das Rauchen mit Zungenpiercing betrifft wird empfohlen, mindestens die ersten 48 Stunden nach dem Stechen auf Zigaretten & Co. zu verzichten. Das Nikotin, sowie andere Inhaltsstoffe der Zigaretten, wirken sich negativ auf die Wundheilung aus. Am besten den Glimmstengel für die nächsten zwei Wochen gar nicht anrühren. Einige Piercer*innen berichten davon, dass sie nach kürzester Zeit anhand der Abheilung des Piercings erkennen können, ob jemand raucht oder nicht - hier ist also weniger mehr. Auch auf Küssen sollte während der Abheilzeit verzichtet werden, da dein Gegenüber massig Keime in seinem Speichel trägt, die zu einer Entzündung führen können. Während der Abheilphase sollte der Piercingschmuck des Zungenpiercings nicht gewechselt werden. Ist das Piercing vollständig abgeheilt, kann der Erstschmuck gegen den Dauerschmuck getauscht werden. Hierbei wird der überlange Stab, der aufgrund der Schwellung eingesetzt worden war, gegen einen kürzeren Stab ausgetauscht. Wie bei allen Piercings ist auch beim Zungenpiercing die Pflege ausgesprochen wichtig. Ob noch in der Abheilphase oder bereits vollständig abgeheilt - bei einem Zungenpiercing bedeutet Pflege immer auch eine sehr gute Mundhygiene - in diesem Fall also regelmäßiges Zähneputzen sowie die Verwendung einer Mundspülung.

Ebenfalls zur Pflege des Zungenpiercings gehört die Befolgung einiger Regeln für ersten Tage nach dem Stechen.

  • Sehr gute Mundhygiene - 2 - 3x täglich Zähne putzen, Mundspülung
  • Eiswürfel lutschen - lindert die Schwellung
  • wenig sprechen - schont die Zunge
  • kein Kaffee, kein Alkohol - Koffein, evtl. Reizung, Beeinflussung der Wundheilung
  • kein Tee - Ausnahme: Eiswürfel aus Kamillen- oder Salbeitee
  • keine Fruchtsäfte - kann das frische Piercing reizen
  • keine Frischmilchprodukte - kann Bildung von Bakterien fördern
  • wenig Zucker - Nährstoff für Bakterien
  • nichts Heißes - kann das frische Piercing reizen
  • mindestens 48 Stunden nicht rauchen - verlangsamt die Wundheilung
  • keine zu harten Speisen - kann das frische Piercing reizen
  • kein Küssen - Keime ohne Ende
  • kein Berühren des Piercings mit den Fingern - außer es muss unbedingt sein. Dann aber zuvor Hände waschen nicht vergessen!

Wenn du diese Vorgabe befolgst, sollte dein neues Piercing in kürzester Zeit abgeheilt sein. So hast du schneller und auch länger Freude an deinem neuen Schmuckstück.

Bildernachweis: Bild: Vensom bites Piercing © GorillaWarfare - Wikimedia Commons , Bild: Venom bites piercing  mit ausgestreckter Zunge. © GorillaWarfare - Wikimedia Commons